Algo-Trading und Notfallpläne: Erfolgreich Optionen handeln

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Stefan Toetzke
gammaVega

Stefan Tötzke: Moin moin, mein Name ist Stefan Tötzke. Ich habe Ende der 80er Jahre bei einem der damaligen zwei Derivate-Päpste, die wir hatten, studiert. Und 1990 startete die deutsche Terminbörse. Das war komplettes Neuland in Deutschland und ohne Übertreibung. Jeder, der damals Black & Scholes fehlerfrei schreiben konnte, konnte Marketmaker werden. Ich habe damals bei einer der sieben Gründungsbanken der deutschen Terminbörse den Optionshandelsdesk mit aufgebaut.

Peter Heinrich: Und Sie konnten Black & Scholes fehlerfrei schreiben?

Stefan Tötzke: Ja, das musste ich für das Examen. Also konnten wir rechnen.

Peter Heinrich: Wer waren denn die Päpste?

Stefan Tötzke: Das war Professor Hartmut Schmidt in Hamburg und den anderen habe ich jetzt… Rudolf hieß ja, glaube ich, in Bochum, aber mit Rudolf kann ich mich wieder erinnern. Das ist alles schon fast 40 Jahre her. Aber Schmidtianer sind sozusagen eine Schule, also ein Serge Stimulier, der vielen Optionshändlern bekannt ist. Auch Dresdner Bankgeschäfte kamen aus dem Lehrstuhl. Preuß ist Eurex-Vorstand. Eurex-Vorstand kommt auch aus dem Lehrstuhl. Die deutsche Terminbörse ist ja dann fusioniert worden. Die deutsche Terminbörse fusionierte mit der Soffex, mit der Schweizer Option Financial Futures Exchange. Und Soffex und DTB nannten sich dann Eurex.

Peter Heinrich: Ui, unser Studio wackelt, damit man die Stimmen auch zuordnen kann. Hier ist Peter Heinrich vom Börsenradio. Wir sind dem Call gefolgt, dem Call nach Düsseldorf zu den deutschen Optionstagen. Also, wer Black Scholes schreiben konnte, der hatte früher direkt einen Job sozusagen. Wie ist es denn heute? Braucht man für die Instis wirklich immer noch extrem hohe Mathe-Hürden? Und wird es für Privatanleger gleichzeitig einfacher, erfolgreich, Options zu handeln?

Stefan Tötzke: Ich glaube nicht, dass man das pauschal sagen kann. Ich bin jetzt nicht so auf der Handels-Insti-Seite integriert. Ich würde sagen, das, was sich am stärksten geändert hat, ist, dass das Algo-Trading enorm zugenommen hat auf der Insti-Seite. Also wir reden jetzt vom Prop-Trading, also vom Eigenhandel. Und dort ist sicher mit Programmierung und dem Verstehen der Algorithmen und des sogenannten Algo-Handels sicher, was den höchsten Anteil an den Instis macht, sicher das sehr wichtig. Also früher, als ich angefangen habe, war tendenziell eher noch mehr Bauchtrading als heutzutage. Für die Privatanleger muss man sagen, einerseits hat das Algo-Trading ihre Situation aus meiner Sicht etwas verschlechtert, weil der Markt effizienter geworden ist durch die höhere Computerisierung. Auf der anderen Seite, wenn ich vergleiche, welche Analyse-Tools jetzt im Internet, wie Tradingview, barchart.com, optionstrat.com. Also wir haben Traum-Tools als Privatanleger zur Verfügung für wenig Geld, manchmal sogar kostenlos. Und Informationen über eine Tiefe des Optionsmarktes und der Volatilität, von denen haben wir früher nur träumen können. Also ich würde fast sagen, die sind besser als das, was wir in den Anfangsphasen auf der Insti-Seite hatten.

Peter Heinrich: Wen bilden Sie alles aus?

Stefan Tötzke: Ich bin klassischerweise B2B. Das bedeutet, ich mache Inhouse-Schulungen bei Privatbanken oder auch teilweise Großbanken oder bilde für die ihre institutionellen Kunden aus, also die sogenannte Buy-Site. Zum Beispiel Danske Bank ist bei Eurex der größte skandinavische Broker. Dann benutzt Danske Bank mich, um ihre Pensionskassen, Versorgungswerke und so weiter in Oslo, Stockholm, Helsinki, Kopenhagen mitzuschulen. Also das würde ich jetzt als B2B-Business machen. Ich bin an Bankakademien mit meinen Kursen. Da decke ich allerdings sehr viele Felder ab, weil ich mache nicht nur Optionen. Ich habe einen eigenen Liquid Alternative Ausschüttenfonds. Ich betreue Stiftungen, also die Buy-Site. Ich halte Seminare über Fixed Income, ETF, Portfolio Management, Risikomanagement, Optionen. Ich komme also mal als Kinderstube sozusagen aus den Optionen. Aber ich würde sagen, alles auf der WIR-Papier- oder auf der Security-Seite mache ich eigentlich in irgendeiner Form. Ich habe die Optionsteile im CIIA, das ist neben dem CFA der wichtigste WIR-Papier-Spezialist-Ausbildungskurs weltweit. Auch da bin ich dann integriert.

Peter Heinrich: Also für alles muss es einen Lehrer geben. Darf ich denn da eine Anfangsfrage stellen oder falle ich dann durch?

Stefan Tötzke: Sie dürfen.

Peter Heinrich: Legen wir doch mal los. Also bei den deutschen Optionstagen, Zitat, wie mache ich aus einem Verlust einen Gewinn? Also wenn Sie das in einem Satz zusammenfassen möchten, was ist die eine Regel, die Privatanleger eigentlich dann sofort besser macht?

Stefan Tötzke: Das Wichtigste, was ich auch bei meinen Schülern feststelle, ist, dass sie in einen Trade reingehen, ohne den Notfallplan oder den Plan B sich vorher ausgedacht zu haben. Konkret bedeutet das, wo ist der Punkt, wenn ich Unrecht habe, an dem ich meine Position spätestens überdenken sollte, um zu reagieren.

Peter Heinrich: Können wir mal ein Beispiel machen? Ich meine, wir haben ein Beispiel. Es ist jetzt Samstag Nachmittag, seit heute früh wissen wir, Iran befindet sich im Krieg. Am Donnerstag hat man vielleicht noch getradet, ohne das auf dem Schirm zu haben. Freitag war es schon ein bisschen klarer. Braucht man für alles einen Notfallplan?

Stefan Tötzke: Wenn Sie eine Handelsposition eingehen, ja, immer. Bloß, wie der Plan auszusehen hat, hängt natürlich auch mit der Strategie zusammen. Also viele benutzen ja Optionen zum Beispiel als Einkommensstrategien. Also ich nenne das jetzt mal Covered Call Writing. Sie haben eine Aktie, veroptionieren die über den Verkauf eines Calls oder machen gleich automatisch den Short Put, der dann eben durch Geld gedeckt ist. Das heißt, nach oben haben Sie begrenzte Gewinne, nach unten haben Sie nahezu unbegrenzte Verluste. Wenn ich so eine Position mache, egal was hinterher passiert, muss ich mich fragen, sollte die Aktie fallen, dann komme ich automatisch mit der Gesamtposition in einen Verlust. Und dann ist der sogenannte Secondary Exit, also wenn es gegen mich läuft, so zu setzen, dass ich noch eine Chance habe zu reagieren und die Position eventuell dann, wenn ich Glück habe, sogar noch in eine oder ein gutes Händchen habe, in eine Gewinnposition umzuwandeln. Wenn ich zu lange warte und die Verluste zu groß sind, dann ist das nicht mehr reparabel und ist das Kind sozusagen in den Brunnen gefallen. Also muss ich mir vorher Gedanken machen, wo ist der Punkt, wenn der erreicht oder überschritten wird, muss ich eingreifen. Natürlich kann ich nicht alles retten. Also rein hypothetisch jetzt wegen Iran am Montag machen die Märkte mit minus 30 oder minus 40 Prozent jetzt mal symbolhaft. Wir wissen ja nicht, was passiert jetzt noch heute Abend oder morgen. Iran trifft einen amerikanischen Flugzeugträger oder sind gerade 240 Öltanker und 50 von denen werden in Brand gesetzt oder was weiß ich, nennen wir es mal ein Black-Swan-Ereignis, tritt ein, dann haben sie keine Chance mehr. Weil wenn die Aktie dann mit minus 30 oder minus 40 Prozent am Montag morgen aufmacht, dann gibt es nichts mehr zu retten, aber wenn das etwas ist.

Peter Heinrich: Also nie traden ohne vorher die Punkte zu kennen.

Stefan Tötzke: Nie, nein, sie müssen den Plan B immer festsetzen und das Wichtige ist, solange sie nicht in der Position sind, sind sie ja noch neutral. Also das haben genügend Psychologen nachgewiesen.

Peter Heinrich: Sagen Sie das nochmal mit anderen Worten. Solange ich nicht in der Position bin, bin ich neutral.

Stefan Tötzke: Kann ich neutral denken. Denke ich an. Ich bin nicht voreingenommen. Das menschliche Gehirn, das hat auch Kahnemann, immerhin der Nobelpreisträger, in Wirtschaft mit seinem Buch Schnell denken, Langsam denken und sein Kollege Tversky haben das auch nachgewiesen, dass sobald ich einen Verlust drauf habe, dass mich das zweieinhalb mal mehr triggert, als wenn ich einen Gewinn habe zum Beispiel. Also ich bin subjektiver und nicht mehr objektiv, sobald ich in der Position drin bin. Deswegen kann ich, solange ich die Position noch nicht eröffnet habe, mir noch klarer und rationaler Gedanken machen, was dieser Exitpunkt ist, an dem ich die Position neu überdenken muss. Mich stört etwas, aber ich kann das leider nicht ändern, weil es sich etabliert hat, dieser Ausdruck Secondary Exit oder Primary Exit. Das kommt aus dem Futures Handel, weil wenn sie eine Future Position haben und sie haben ihr Gewinn erreicht, dann gibt es ja nur die Möglichkeit rauszugehen, glattzustellen. Und wenn sie ihren Stop Loss erreicht haben, dann haben sie einen Exit. Das Besondere bei Optionen ist, dass es Alternativen zum Exit gibt. Nämlich zum Beispiel das Rollen einer Position, das Reparieren einer Position, die Position umzuhandeln. Sie haben die Möglichkeit, aus einer Bullischen Position eine Bearische zu machen, weil sie verschiedene Optionen in der Strategie haben. Es gibt eine Strategie, die heißt zum Beispiel Put Bullspread. Da sagt das Wort Bullspread ja, dass sie Bullisch sind. Die besteht aus einem Long Put, der ist Bearisch und einem Short Put, der ist Bullisch. Der Short Put dominiert im Put Bullspread. Wenn sich jetzt die Lage ändert und sie werden plötzlich Bearisch, dann haben sie ja schon einen Long Put. Das heißt, sie können die Optionsposition umbauen von einer Bullischen Position in eine Bearische. Das wäre kein Exit, sondern es wäre eine Restrukturierung des Deals.

Peter Heinrich: Nochmal einen Schritt zurück und vielleicht tiefer rein. Also Primary Exits, wenn es gut läuft und Secondary Exits, wenn es gegen einen läuft. Warum ist gerade der Secondary Exit der Hebel, der langfristig über Performance entscheidet?

Stefan Tötzke: Ich habe noch nie in meinem Leben jemanden getroffen, der an entgangenen Gewinnen gestorben ist. Das Handling der Verluste wird langfristig darüber entscheiden, ob sie langfristig Erfolg haben oder nicht. Das entscheidet die Verlustseite, nicht die Gewinnseite.

Peter Heinrich: Okay, gut fürs Herz sozusagen. Bei Futures heißt es ja oft Positionen zu, Verluste realisieren. Bei Optionen sagen Sie, Exit ist eher, ich muss jetzt zum Denkenpunkt, also Punkt erreicht zum Denken. Also was ist der Unterschied im Mindset?

Stefan Tötzke: Der Unterschied ist, weil ich verschiedene Handlungsmöglichkeiten habe, außer einfach das Schiff zu verlassen, dass ich, wenn dieser Punkt erreicht ist, das ist in beiden Fällen der Fall, sowohl im Primary Exit als auch im Secondary Exit, dass ich im Idealfall es schaffe, mich wertneutral zu machen, also mich von der aktuellen Situation zu trennen und eine komplette Neubewertung der Situation mache. Denn es muss ja einen Grund haben, dass es gegen mich gelaufen hat. Ich habe ja eine Analyse gemacht. Also ich sage jetzt einfach mal im Handelsplan, habe ich zuerst eine Fundamentalanalyse gemacht, ich habe eine technische Analyse gemacht, ich habe eine Sentimentanalyse gemacht und bin deswegen ja zu einer Theorie gekommen, dass die Aktie steigen muss. Also ich habe meine Hausaufgaben gemacht und eine Meinung gebildet. Und jetzt macht die Aktie etwas anderes. Ich habe analysiert, sie muss steigen und jetzt fällt sie. Und jetzt ist ein Teil von dem, was ich jetzt tue im Secondary Exit, dass ich sage, warum ist es denn gegen mich gelaufen? Es ist ein Riesenunterschied von dem, was ich jetzt tue, ob die Aktie, die eigentlich in guter Verfassung ist, nur deswegen fällt, weil der Gesamtmarkt fällt oder aber, weil es ein neues Ereignis gegeben hat, wie zum Beispiel, wenn das eine Pharmafirma war, die FDA hat gesagt, wir geben das Medikament nicht frei, in dem die Hoffnung war. Es kann aber auch sein, dass es gar keinen Grund gibt. Ich frage mich, warum ist die Aktie überhaupt gefallen? Das heißt, ich finde keine Gründe, warum sie gefallen ist. Je nachdem, was da passiert ist und was die Gründe sind, gibt sich ein anderes, wir nennen das Follow-up-Szenario.

Peter Heinrich: Also versuchen wir da nochmal reinzudenken. Wir brauchen ja eine Art Diagnose statt einen Reflex. Sagt man auch, erste Ursache klären, dann rollen, dann reparieren als Follow-up-Strategie. Welche drei Ursachen prüfen Sie als erstes? Makroschock, Volatilität oder wir schauen mal den Einzeltitel an und wie entscheiden Sie dann? Es ist nur Lärm, es ist Meinung, hat sich da wirklich was gedreht?

Stefan Tötzke: Die vier Schritte wären erstmal Punkt eins, der Trigger wird erreicht. Also das ist erstmal der secondary exit, wird gezogen. Und Schritt zwei ist Diagnose. Warum ist er gezogen worden? Meine Reihenfolge ist erst Fundamentalanalyse, denn wenn ich weiß, dass bei Wirecard rausgekommen ist, dass es ein Bilanzskandal ist und ich weiß das, das weiß ich natürlich vorher, dann dauert die fundamentale Analyse weniger als eine Sekunde, weil es heißt in der Checkliste abhaken. Es war nicht fundamental, ein Makroschock, sondern ich weiß das ja vorher, weil ich die Nachrichten gesehen habe. Aber einfach nur um das zu systematisieren wie eine Checkliste, würde ich sagen, dass eben in der Diagnose erst Fundamentalanalyse, dann technische Analyse und als letztes die Sentimentanalyse gemacht wird. Bei der Sentimentanalyse machen wir wieder zwei Schritte, nämlich einmal das Sentiment auf die Einzelaktie, also Stichwort. Die Fachausdrücke sind dann zum Beispiel Implied Vola Ranking und Implied Vola Percentile. Man kann dann in der Analyse, je nachdem wie viel Zeit man hat oder so etwas, wenn Handelsschluss ist und so weiter, haben Sie ja genügend Zeit, können Sie auch auf Implied Vola versus historische Vola eingehen. Also einmal das volle Programm. Und dann würde man auch nochmal die Implied Vola Analyse dann auf den Gesamtmarkt machen, Stichwort jetzt VIX als Angstmesser oder auch anderes. Und auch da könnten wir dann auch nochmal auf die Vola gehen und auf andere dann, wir könnten den Move analysieren und so weiter. Also wie tief man da reingeht, ist eben selbst überlassen. Aber jetzt einfach der Punkt muss, simpel gesagt, auf der Checkliste abgehakt werden. Das wäre Diagnose. Aus der Diagnose ergibt sich dann eine Neueinschätzung der Lage. Also jetzt pragmatisch gesagt, ich müsste ideell…

Peter Heinrich: Ich habe eine neue Erkenntnis.

Stefan Tötzke: Ich habe eine neue Erkenntnis. Ich kann nicht mehr mit Wirecard bezahlen. Als Beispiel. Die neue Erkenntnis ist, ich habe eine neue Erkenntnis, wohin die Vola geht. Ich habe eine neue Erkenntnis, wohin der Kurs gehen könnte. Und ich habe eine neue Erkenntnis, innerhalb welches Zeitfensters das ist, weil ich brauche ja bei Optionen eine Laufzeit. Aus diesem Kurszeit Vola, was ich neu analysiert habe, ergibt sich, was hätte ich denn gerne jetzt für eine Position? Und das muss ich dann abgleichen mit dem, was ich bereits als Position habe. Und daraus ergeben sich dann die Konsequenzen. Und da haben wir Rollen, Spreaden, Transformieren der Position oder sogar Umdrehen, also Invertieren. So wie ich eben gesagt habe, aus einer Bullenposition eine Bärenposition machen. Das Worst-Case-Szenario ist das fünfte, Exit. Ich habe keine Ahnung, was passiert. Ich verstehe die Welt nicht. Ich weiß nicht, warum der Kurs dort ist. Ich habe ein diffuses Bild, alles, was ich jetzt tun würde. Das kommt darauf an, welche Handelsstrategien man macht, wie häufig man handelt. Also ich denke, das ist individuell, wenn das hinkommt. Es kommt natürlich auch auf die Analysefähigkeiten des einzelnen Privatanlegerhändlers an oder so etwas. Also ich glaube nicht, dass man es pauschal machen kann.

Peter Heinrich: Sie meinen, es ist nicht so etwas wie, wenn Lehmann wieder so… Also nicht diese großen Ereignisse?

Stefan Tötzke: Nein, nein, wir reden wirklich von Daily Business. Die Position läuft gegen Sie. Und als Anfänger wird sie natürlich zum Beispiel häufiger gegen Sie laufen. Nehme ich mal an. Das ist meine persönliche Erfahrung.

Peter Heinrich: Dann nehmen wir das doch gleich mal für Einsteiger. Welche Strategie würden Sie als Start empfehlen? Und warum gerade die? Wheel, Short Put, auf Lieblingsaktie, Covered Call. Welche Regeln müssen dazu sitzen, damit man sich eigentlich nicht selbst sabotiert?

Stefan Tötzke: Also welche Einzelstrategie hängt davon ab, weswegen benutze ich die Strategien? Also ich habe Schüler, die sagen, mein Hauptziel ist, ein stetiges Einkommen über Optionenschreiben zu erreichen. Das ist was anderes, als wenn einer sagt, ich möchte gerne ein bisschen zocken, sage ich einfach mal. Ich habe genügend Schüler, die auch sagen, ich habe meine Firma verkauft, ich habe zig Millionen gehabt, ich habe mir jetzt einen Bloomberg geholt und ich will jetzt im großen Spiel mit dabei sein. Also Stichwort Handelsstrategien. Ja, also ich möchte ein bisschen mehr Thrill haben. Auch die gibt es. Die, die Einkommen erzielen wollen durch Einkommensstrategien, sind allerdings die, die Mehrheit machen. Was für alle, wenn Sie Anfänger sind, mein Pauschaltipp wäre, ist, mit Optionen anzufangen. Wenn ich aus dem Paper Trading rausgehe, wo ich ja keine echten geldlichen Verluste in der Lernkurve mache, ist länger laufende Optionen zu nehmen, weil die träger sind. Das ist übrigens auch in diesem Secondary Exit, wenn ich die Position rollen oder so etwas, ist eine der Rollstrategien, dass ich die Laufzeit verlängere. Ich nenne das jetzt mal pauschal. Solange die Option eine Restlaufzeit von über 30 Tagen hat, ist sie einfacher zu handeln, als wenn sie nur noch 3, 4, 5, 6, 7 Tage hat, weil die Sensitivität der Option wird dann so stark, dass es auch so brutal gegen mich laufen kann, dass ich dann auch keine Möglichkeiten mehr des Eingriffs habe. Also wichtig ist, um entspannter zu sein, länger laufende Optionen zu haben, weil die sich etwas träger verhalten und ich deswegen einen größeren Handlungsspielraum habe. Deswegen, in eine längere Laufzeit zu rollen, ist erstmal pauschal keine falsche Sache.

Peter Heinrich: Schon mal vielen Dank. Jetzt haben wir schon 20 Minuten. Also eigentlich könnte ich noch länger weitermachen mit Ihnen, aber schließen wir es mal ab. Welcher Film bringt das beste Börsen-Mindset rüber und was sollte man daraus lernen?

Stefan Tötzke: Muss ich ehrlich sagen, habe ich mir noch keine Gedanken gemacht, aber jeder Film, der einem hilft, ein bisschen tiefenentspannt zu sein. Also Suche nach dem Inneren. Auf der Metaebene würde ich sagen, jeder Film, der ein bisschen spirituell ist, kann nicht der verkehrteste sein.

Peter Heinrich: Vielen Dank, Tötzke. Danke für die Ausbildung.

Stefan Tötzke: Gerne.

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